Urform-Trommelbau

Am 05./06. September 2026 beginnt ein ganz besonderer Pfad: Ein limitierter Kreis von vier Frauen, die bereits eine oder zwei Trommeln in der Vergangenheit bei mir gebaut haben, wird einmalig die Möglichkeit haben, eine Ritualtrommel in dieser besonderen natürlichen Form zu erschaffen.

Die Naturform-Rahmen, die ich entwickelt habe, orientieren sich an den organischen Linien eines Baumstamms oder Astverlaufs. Diese Form ist bewusst gewählt, da sie natürliche Wachstumsstrukturen aufgreift und sie mit dem Handwerk verbindet, wie ich es heute ausübe. Jede Trommel entsteht so aus einer Form, die nicht konstruiert wirkt, sondern an gewachsene Natur erinnert.

In vielen frühen Trommeltraditionen wurden Instrumente aus natürlichen Formen heraus entwickelt z. B. ausgehöhlte Stämme, organische Rundungen oder asymmetrische Linien.
Meine Naturform-Rahmen knüpfen an diese ursprünglichen Grundformen an, ohne sie zu imitieren. Sie verbinden mein heutiges Handwerk mit kulturellen Wurzeln und den traditionellen Bedeutungsebenen, die die Trommel seit den ältesten Überlieferungen begleiten.

Die neue halbgeschlossene Bauweise erweitert dieses Prinzip zusätzlich um eine besondere Resonanzebene. Durch einen bewusst gesetzten inneren Resonanzraum entsteht eine unmittelbare Verbindung zwischen Klang, Körperwahrnehmung und Ausrichtung. Nichts an dieser Trommel ist zufällig gesetzt. Jeder Abstand, jedes Loch und jede Verbindung folgt einer inneren Ordnung und steht in Beziehung zu Resonanz, Körperwahrnehmung, Ausrichtung und Klang.

Im Zentrum der Rückseite befindet sich ein ruhendes Resonanzfeld, das über die Hand direkt erfahrbar wird und die Trommel auf besondere Weise mit der Spielerin verbindet. So entsteht ein Instrument, das sowohl in seiner materiellen Gestaltung als auch in seiner kulturellen und symbolischen Tiefe wirkt.

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