Meine Amulette – Entstehung & Materialien
In einer Zeit ohne Schrift trugen Menschen Bedeutung am Körper – in Stein, Leder, Knochen und Erde: als Zeichen von Zugehörigkeit, Erinnerung und Schutz.
Meine Amulette entstehen aus reinen Naturmaterialien und sind keine Repliken archäologischer Fundstücke. Sie sind intuitive Annäherungen an etwas sehr Altes – wie Spuren eines Ursprungs, der sich nur erahnen lässt. Die Formen orientieren sich an dem, was in der Steinzeit möglich gewesen wäre, ohne jedoch ein konkretes Artefakt nachzubilden.
Die bewusst unregelmäßigen Oberflächen erinnern an Objekte, die lange im Boden ruhten: archaisch, roh und frei von modernen Schönheitsidealen. So entstehen kleine Begleiter, die an unser uraltes Erbe erinnern und in Meditation, Ritual oder persönlicher Einkehr unterstützen können – stille Zeitbrücken zwischen heutiger Handarbeit und frühem menschlichen Ausdruck.
Der Entstehungsprozess folgt keinem festen Plan. Ich lasse jedes Stück intuitiv wachsen, geführt von meinem Wissen über das Paläo- und Neolithikum und von Erinnerungen an meine Kindheit in Südamerika. Dort bin ich mit lebendigen kulturellen Überlieferungen aufgewachsen – Erfahrungen, die für mich einer frühen ethnologischen Feldforschung gleichen und bis heute in meine Arbeit einfließen.
Materialien voller Geschichte
Für jedes Amulett wähle ich Materialien, die für mich eine besondere, oft sehr persönliche Bedeutung und Kraft tragen. Es sind ausschließlich Naturmaterialien, die ich selbst sammle, aufbereite oder in reiner Handarbeit forme. Viele davon begleiten mich seit Jahren – manche sogar seit Generationen.
Ich arbeite mit Leder, Holz, Erde, Sand, Muscheln und Schneckenhäusern, deren Formen und Oberflächen ich weitergestalte, bis sie ihre archaische Ausdruckskraft entfalten. Das zentrale Motiv vieler Stücke ist die Spirale – eines der ältesten Symbole der Menschheit. Dafür verwende ich überwiegend natürlich gefundene Schneckenhäuser oder forme Spiralen direkt aus dem jeweiligen Material. Auch besondere Naturgaben wie dekorative Bohnen oder Kaffeebohnen, ebenso Elemente von alten Ketten, bearbeitet von südamerikanischen Indio-Schamanen aus meiner Kindheit. Ein Teil der Amulette fasse ich in über 70 Jahre altes, von Hand gegerbtes Alpakaleder aus Südamerika – ein seltenes, kraftvolles Material, das mir über 50 Jahre erhalten blieb und das ich mit großer Achtung verarbeite.
Jedes Amulett ist ein Unikat, das ohne Gussformen, Schablonen oder vorgegebene Muster entsteht. Die Form entwickelt sich intuitiv im Prozess – geführt vom Material, von Erinnerungen und von inneren Bildern. So wird jedes Stück zu einem unverwechselbaren Ausdruck, der Natur, Geschichte und persönliche Erfahrung miteinander verbindet.
Urheberrechtlicher Hinweis
Gestaltung dieser Amulette sind ureigene Kayo-Matú Kreationen und Ausdruck eines persönlichen, künstlerischen Prozesses
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