Unter dem Künstlernamen Kayo-Matú beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit Musik, Rhythmus und archaischen Klangformen. Meine Arbeit verbindet eigene Musik- und Rhythmuskompositionen, Multiinstrumentalität und den Bau besonderer Klanginstrumente. Ein weiterer Schwerpunkt ist mein Buchprojekt „Der Geist der Trommel“.
Handwerk, Klang und lebendige Tradition
Ich baue Trommeln, Flöten, Rasseln und archaische Klangobjekte aus Naturmaterialien. Dabei beschäftige ich mich auch mit frühen Instrumentenformen und fertige gelegentlich Nachbauten historischer Instrumente und kultureller Objekte.
Für mich sind Musik, Handwerk und Geschichte untrennbar miteinander verwoben. Seit meiner Kindheit denke ich Musik in mehreren, tiefen Ebenen – ein multi-instrumentaler Zugang, bei dem ich mit Stimme, Flöten, Rahmentrommeln und Perkussion arbeite. Mich fasziniert das präzise Ineinandergreifen von Mehrstimmigkeit und komplexen rhythmischen Strukturen; das Phänomen, wie einzelne Fragmente sich zu einem großen Ganzen verbinden und Klang nicht nur hörbar, sondern als körperliche Resonanz spürbar wird.
Diese musikalische Praxis fließt direkt in meinen Instrumentenbau ein. Aus Naturmaterialien erschaffe ich Trommeln, Flöten, Rasseln und archaische Klangobjekte. Dabei widme ich mich intensiv den frühen Instrumentenformen und fertige gelegentlich Nachbauten historischer und kultureller Objekte an. Denn ein Instrument ist für mich weit mehr als ein Gegenstand, der Töne erzeugt – mich interessieren seine ethnologischen und musikethnologischen Wurzeln, sein Ursprung und die tiefe Bedeutung, die Formen, Materialien und Symbole seit Jahrtausenden in sich tragen.
Aus diesem Zusammenspiel von präzisem Handwerk, musikalischem Erproben und genauem Beobachten entwickeln sich fortlaufend eigene Ideen, neue Bauweisen und eigenständige Instrumentenformen. Dieses über zwanzig Jahre gewachsene Wissen bildet das Fundament für mein aktuelles Buchprojekt Der Geist der Trommel und fließt ebenso lebendig in meine Rhythmuskurse und den Instrumentenbauunterricht ein. Es ist eine Erfahrung, die ich heute mit Freude im Rahmen einer persönlichen Schülerschaft weiterreiche – als lebendige Weitergabe eines tief verwurzelten Handwerks.
